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12:03h, Donnerstag 17.07.2008
Hörstmar/L. sieht sich in der Rolle des Verfolgers

Fluch und Segen


Lemgo/Hörstmar-Lieme (ruko). Für viele Trainer der Lemgoer Kreisliga A gehört die SG Hörstmar/Lieme mit zu den engsten Titelanwärtern in der anstehenden Saison. Doch davon will SG-Coach Willi Wollbrink rein gar nichts hören: "Völliger Blödsinn. Ich denke, wenn wir einen Platz zwischen 4 und 6 belegen, ist das realistisch. Wir sehen uns da eher in der Rolle der Verfolger."

Der SG-Coach dürfte bewusst tief stapeln, wurde seiner Truppe doch ähnliches in der letzten Saison zugetraut. Da legten die Fusionierten, unter anderem auch vom Verletzungspech gebeutelt, eine miserable Hinserie hin. Erst als nach der Winterpause wieder alle SG-Spieler fit waren, zeigte die Mannschaft ihr wahres Gesicht. Die SG hat daraus gelernt und sich gezielt verstärkt, um etwaige Verletzungen in Zukunft auffangen zu können. Vom FCE Augustdorf wurden die Töws-Brüder Viktor und Eduard verpflichtet. Manuel Eßer vom TuS Lockhausen soll den SG-Sturm entscheidend beleben. Des weiteren schloss sich Alex Kuhn vom FC Don/Voß der Wollbrink-Crew an. Noch nicht ganz klar ist der Wechsel von Viktor Pries vom SV Werl-Aspe, Wollbrink geht aber davon aus, dass Pries noch unter der Woche seine Zusage geben wird. Aus der eigenen A-Jugend kommt Alex Staruk. Mit Eugen Born (VfB Matorf) hat die SG lediglich nur einen Abgang aus dem Kader der 1. Mannschaft zu verkraften. "Wir haben jetzt auch einen in der Breite qualitativ gut aufgestellten Kader. Ausfälle können wir so besser kompensieren", freut sich der 45jährige SG-Coach, der in sein siebtes Jahr bei den Fusionierten geht. "Zudem dürften wir an Reife und Liga-Härte dazu gewonnen haben", so Wollbrink weiter. Segen und Fluch ist für Wollbrink seine zweifelsohne starke Offensivabteilung. "Die Offensive ist gleichzeitig unsere Stärke aber auch unsere Schwäche. Zwar spielen wir vorne teilweise exzellent auf, doch die Chancenverwertung ist seit zwei Jahren miserabel, das zieht sich wie ein roter Faden durch unser Spiel. Daran müssen wir arbeiten, diesen Mangel beseitigen, dann können wir jeden Gegner in der Liga schlagen", weiß Wollbrink wo die größte Schwäche in seinem Team zu finden ist.

Als Top-Favoriten auf den Titel in der Liga A sieht Wollbrink an erster Stelle den FCO Extertal, dann folgen für ihn Leopoldshöhe und Werl-Aspe.

Insider-Tipp:

Schon so lange wie die SG Hörstmar/Lieme in der Liga A spielt, imponiert die SG mit einer ansehnlichen Spielweise und die Truppe von Willi Wollbrink wurde im Vorfeld der Serie immer hoch gehandelt. Bisher ist die Mannschaft diesem Anspruch noch nicht gerecht geworden. Es fehlte am Ende die Kontinuität um ganz oben mitzuspielen. Das haben die Verantwortlichen in Hörstmar und in Lieme erkannt. Zur Kontinuität beitragen soll ein qualitativ breit aufgestellter Kader. Solch ein Debakel wie in der Hinserie der letzten Saison, als die SG im tiefsten Tabellenkeller dümpelte wollen die Fusionierten nicht noch einmal erleben. Mit ihrem gut aufgestellten Kader sollte die SG zukünftig auch verletzungsbedingte Durststrecken besser meistern können. Komplett dürfte Hörstmar/Lieme eines der stärksten Teams in der kommenden Serie in der Liga stellen, ein Platz unter den ersten fünf müsste eigentlich Pflicht sein.

Foto: Die Neuzugänge der SG. Oben von links: Alex Kuhn, Alex Staruk und Manuel Eßer. Unten von links: Viktor Pries und Eduard Töws. Es fehlt Viktor Töws.

 

Die Neuzugänge der SG. Oben von links: Alex Kuhn, Alex Staruk und Manuel Eßer. Unten von links: Viktor Pries und Eduard Töws. Es fehlt Viktor Töws.



rudolf.kopp

Der Beitrag wurde am Donnerstag, dem 17. Juli 2008 um 12:03 Uhr veröffentlicht und wurde unter Sport, Startseite abgelegt.


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