09:51h, Dienstag 09.02.2010
Einsatz für die Belange der Gemeinde Schlangen
Bundesverdienstorden für Fritz Weitner
Schlangen. Für sein langjähriges Engagement im kommunalpolitischen Bereich erhielt Fritz Weitner jetzt aus den Händen von Landrat Friedel Heuwinkel die Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland. In einer feierlichen Stunde im Kaminzimmer des Bürgerhauses in Schlangen nahm er die Glückwünsche von zahlreichen Weggefährten entgegen. "Seit 1984 setzen Sie sich als Mitglied des Rates für die Belange der Gemeinde Schlangen ein", hob Heuwinkel in seiner Laudatio hervor. Von 1997 bis 2007 war Weitner Vorsitzender der CDU-Ratsfraktion.
Schwerpunkte seines kommunalpolitischen Engagements waren die Umwelt- und die Bildungspolitik sowie die Stadtentwicklung. Weitner war 1998 im Hauptausschuss maßgeblicher Initiator eines erfolgreichen Alternativvorschlages zur Windkraft. Seiner Argumentation folgend wurde im selben Jahr der Um- und Neubau des Schulzentrums in Schlangen beschlossen, das 2002 eingeweiht wurde. Auf Initiative von Fritz Weitner wurde im Jahr 2000 der Wochenmarkt in Schlangen wieder eingeführt und im selben Jahr eine Ortschronik über Schlangen erstellt. Unter seiner Federführung brachte er mit der CDU-Fraktion das neue Industriegebiet "S 19 a" auf den Weg. 2007 setzte Weitner sich erfolgreich für eine Verbundschule der beiden Hauptschulen in Schlangen und Bad Lippspringe ein; 2008 wurde er erster Vorsitzender des Beirates der neuen Verbundhauptschule. Fritz Weitner war Mitinitiator des Ausbaus der Oberen Straße und der zugehörigen Gehweganlage und treibende Kraft für die Errichtung eines Bauhofes. Immer wieder beteiligte er sich an Aktionen zur Beseitigung von Unrat an der Fürstenallee. Seit 2004 war Weitner auch Mitglied im Lippischen Kreistag. Ende 2008 legte er aus gesundheitlichen Gründen seine Mandate nieder.
Neben der Kommunalpolitik gilt das Interesse von Fritz Weitner der Heimatpflege. Von 1987 bis 1990 war er stellvertretender Vorsitzender und anschließend bis März 2009 Vorsitzender des Heimat- und Verkehrsvereins Oesterholz-Haustenbeck. Während dieser Zeit kümmerte er sich um die Gedenkstätte Haustenbeck sowie das Heimathaus in Oesterholz. Seinen eifrigen Bemühungen ist es zu verdanken, dass 1996 die ehemalige Hofstätte Heuwinkel je zur Hälfte vom Heimat- und Verkehrsverein und der Gemeinde Schlangen erworben wurde und seitdem als Heimathaus genutzt wird. Weitner fungierte sozusagen als "Hausmeister" dieses Gebäudes. Kleinere Reparaturen, die Pflege der Grünflächen und Reinigungsarbeiten führte er selbst durch. Die Vermietung des Heimathauses für Familien- und Vereinsfeiern lag ebenfalls in seinen Händen. Außerdem organisierte er alle zwei Jahre das "Wiedersehen in Haustenbeck", eine Veranstaltung, zu der alle ehemaligen Haustenbecker und ihre Freunde eingeladen wurden. Ein weiteres seiner Projekte ist der archäologische Gräberlehrpfad, durch den er immer wieder Gruppen, Schulklassen oder Einzelpersonen führte.
Von 1997 bis 2004 war er als Schöffe am Landgericht Detmold tätig. Seit dem 01.04.1997 ist er ehrenamtlicher Richter beim Verwaltungsgericht in Minden. Der Bundesverteidigungsminister hat ihm wegen beispielhafter Erfüllung der Soldatenpflichten am 03.03.1986 das Ehrenkreuz der Bundeswehr in Gold verliehen. Fritz Weitner war bis zum Eintritt in den Ruhestand am 30.09.1995 Berufssoldat. Zuletzt war er als Wehrdienstberater beim Berufsförderungsdienst in Paderborn beschäftigt.
Foto: Landrat Heuwinkel überreicht Fritz Weitner im Beisein seiner Ehefrau die Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland.
wolfgang.meier
Der Beitrag wurde am Dienstag, dem 09. Februar 2010 um 09:51 Uhr veröffentlicht und wurde unter Startseite, Lokales abgelegt.
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