13:56h, Mittwoch 10.02.2010
Lemgo setzt sich mit 31:25 gegen Berlin durch
Mudrow macht alles richtig
Lemgo (fab). Handball-Bundesligist TBV Lemgo ist nach der Europameisterschafts-Pause hervorragend aus den Startlöchern gekommen. In heimischer Lipperlandhalle setzten sich die Mannen um Coach Volker Mudrow am gestrigen 19. Spieltag souverän mit 31:25 (16:14) durch und haben die internationalen Plätze mit nunmehr 24:14-Punkten fest im Blick.
Die Berliner hingegen dürfen das Kapitel Europapokal wohl nun getrost zu den Akten legen. Wen wundert´s nach solch einer schwachen Vorstellung in der Lipperlandhalle. Bis auf Kreisläufer Torsten Laen und zeitweise ordentlichen Leistungen der beiden Schlussleute Petr Stochl und Silvio Heinevetter verdiente sich niemand im Team der Hauptstädter eine gute Note. Dabei darf man allerdings nicht vergessen, dass mit Abwehrchef Stian Vatne und dem etatmäßigen Linksaußen Konrad Wilczynski zwei wichtige Stützen verletzungsbedingt fehlten.
Ganz anders die Lemgoer, bei denen Coach Volker Mudrow bis auf den angeschlagenen Rolf Hermann personell aus dem Vollen schöpfen konnte und von Beginn an alles richtig machte, neben Michael Kraus auch Florian Kehrmann draußen ließ. Dank Denker und Lenker Martin Strobel wurden Spielzüge endlich mal klasse durchgespielt, so dass anfangs speziell Holger Glandorf mit klasse Aktionen aus dem rechten, aber auch Ferenc Ilyes aus dem linken Rückraum – vor allem mit blendenden Anspielen an den Kreis - auf sich aufmerksam machten. Bleibt einzig zu bemäkeln, dass Lemgo im gebundenen Spiel die Außen um Jens Bechtloff und Mark Schmetz gänzlich vernachlässigte, zumal gerade Bechtloff in diesem Spiel abermals unterstrich, wie abgezockt er im Abschluss ist. Nicht einen Tempogegenstoß ließ sich der blonde Sunnyboy durch die Lappen gehen, vier Tore steuerte Lemgos Blondschopf zum Sieg bei.
Nach 21 Minuten schien die Partie gelaufen, Lemgo lag mit 14:8 in Führung. Dass dem nicht so war, hatte in erster Linie damit zu tun, dass im Angriff fahrlässig mit besten Chancen umgegangen wurde, so dass die Füchse zur Pause auf 16:14 heran kamen. TBV-Geschäftsführer Volker Zerbe nach 30 Minuten: „Schade, dass die Mannschaft den Vorsprung nicht halten konnte.“ Zittern musste Zerbe aber in den zweiten 30 Minuten nicht mehr. Der TBV war den Berlinern in allen Belangen überlegen und setzte sich abermals kontinuierlich ab. Die Uhr blieb schließlich bei einem souveränen 31:25-Sieg für den TBV stehen, bei dem sich im zweiten Durchgang Mimi Kraus in den Vordergrund spielen konnte, der insgesamt mit sieben Treffern zum erfolgreichsten Torschützen des Spiels avancierte. „Heute ist das Ergebnis das Wichtigste. Wir sind mit einem Sieg in die Rückrunde gestartet. Das war sehr wichtig nach der langen Pause. Mich hat sehr erfreut, dass wir heute gute spielerische Akzente setzen konnten. Darin müssen wir aber noch stärker werden und aus der schwankenden Hinrunde lernen“, meinte TBV-Coach Volker Mudrow nach Spielende.
Für den TBV geht es am nächsten Mittwoch, 17. Februar, um 19 Uhr mit dem Gastspiel bei der HSG Düsseldorf weiter. Beim Aufsteiger, der vehement gegen den Abstieg kämpft, soll der nächste Schritt gen internationales Geschäft getan werden, heißt: nichts anderes als ein Sieg darf gelten. Aber Obacht: auch die Rheinländer sind blendend aus den Startlöchern gekommen, siegten im so wichtigen Kellerduell bei GWD Minden mit 34:29.
Foto: Ferenc Ilyes markiert hier einen seiner drei Treffer aus dem linken Rückraum.
fabian.klipsch
Der Beitrag wurde am Mittwoch, dem 10. Februar 2010 um 13:56 Uhr veröffentlicht und wurde unter Sport, Startseite abgelegt.
<< Zurück zur Übersicht









